Laboratorien des Postmigrantischen

Während sich die migrantische Linke in den 1960er bis 1980er Jahren in Betrieben, Stadtteilzentren, besetzten Häusern und auf der Straße organisierte, öffneten nach dem Mauerfall und bis heute zunehmend Theater und Galerien ihre Türen und wurden zum Versammlungsort für postmigrantische Bewegungen, Kämpfe um Bürgerrechte und die Suche nach solidarischen Beziehungsweisen und damit zu Laboratorien einer […]

Stream: Tschewengur

»In dieser Stunde war vielleicht das Glück selbst auf der Suche nach seinen Glücklichen, die Glücklichen aber ruhten sich von den alltäglichen sozialen Sorgen aus, ohne sich ihrer Verwandtschaft mit dem Glück zu entsinnen.« (Tschewengur) Eine neue Welt bringt eine neue Sprache hervor. Andrej Platonow war lebenslang auf der Suche nach dem anderen Klang. Den […]

Erinnern multidirektional aushandeln

Wie kann Gedenk- und Erinnerungsarbeit aussehen, die sich multiperspektivisch versteht und an Vielheit/Diversity orientiert? In welchem Verhältnis stehen dabei institutionelle Strukturen und Communities, welche Positionen und Perspektiven werden wirkmächtig? Und welche Bedeutung hat multidirektionale Erinnerung in diesem Kontext? Über diese und weitere Fragen diskutieren Natalie Bayer (FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum) und Susann Lewerenz(KZ-Gedenkstätte Neuengamme) in einem […]

1870/71: 150 Jahre Communes in Frankreich

Podiumsbeiträge mit Kurzreferat und Diskussion Lou Marin (Verlag Graswurzelrevolution, Mitglied des CIRA Marseille, Centre de Recherches sur l’anarchisme) Thema: 1870/71: Die Communes in Lyon und Marseille Nicht nur in Paris, auch in den Städten Lyon und Marseille fanden im Zuge des preußisch-französischen Krieges und der temporären Niederlage der frz. Truppen revolutionäre Entwicklungen statt.   In […]

“Iwans Kindheit” – Filmvorführung präsenz

„Iwans Kindheit“, 1962, UdSSR, s/w, Regie: Andrej Tarkowski 1962 hatte „Iwans Kindheit“ Premiere, der erste abendfüllende Spielfilm von Andrej Tarkowski. Der Schwarz-Weiß-Film war Teil der „Tauwetter“ – Periode sowjetischer Filmkunst, die nach dem Tod Stalins einsetzte. Er war, wie einige andere Filme dieser Zeit, darunter „Die Kraniche ziehen“, eine Sensation und zeigt die Zerstörung der […]

Helen Epstein im Gespräch mit der Initiative Dessauer Ufer

Die Autorin und Journalistin Helen Epstein hat vergangenes Jahr posthum die Autobiografie ihrer Mutter Franci Rabinek Epstein herausgebracht. Diese war Überlebende mehrerer nationalsozialistischer Konzentrationslager, unter anderem des Außenlagers Dessauer Ufer in Hamburg. Franci Epstein hatte ihre Memoiren bereits Mitte der 1970er Jahre verfasst und darin explizit ihre Erfahrungen als Frau beschrieben. Alle Verlage lehnten ihr […]

Vom Bruderland zur pOSTmigrantischen Gesellschaft?!

// Ein Gespräch über Erinnerungen und Aufbruch // Die Veranstaltung findet im Rahmen unser Zusammenarbeit mit #unteilbar Solidarischer Osten statt Migration ist ein zentraler Bestandteil ostdeutscher Geschichte. Wie also wollen wir eine postmigrantische Gesellschaft gestalten, in der wir (post-)migrantische, BIPoC und weiße Perspektiven verbinden, um unsere gemeinsamen Herausforderungen anzugehen? Darüber wollen wir mit unseren Gäst*innen […]

Geschichte(n) und Lebensrealitäten von Rom:nja und Sinti:ze

Wer sind Rom:nja und Sinti:ze … …und was sind ihre Geschichten? Seit Jahrhunderten sind rassistische Stereotype gegenüber der heterogenen Minderheit auf institutioneller, struktureller und gesellschaftlicher Ebene tief verwurzelt und werden bis heute wenig bis gar nicht gesellschaftlich geächtet. Daher beschäftigen wir uns in dem Vortrag „Geschichte(n) und Lebensrealitäten von Rom:nja und Sinti:ze“ mit den Ausmaßen, […]

Die Universität Köln und der Nationalsozialismus

Nach dem Ende des Nationalsozialismus haben sich die deutschen Universitäten lange Zeit als intakte, politikferne Institutionen präsentiert, die ein Opfer des Regimes waren, statt sich in das neue System integriert zu haben. Doch zeigen inzwischen weitreichende Forschungen, wie die Universitäten in vielen Bereichen auch unter aktiver Mitwirkung des wissenschaftlichen Personals zur Unterstützung des Regimes, von […]

“Kolonialmetropole des Westens” – Köln und der deutsche Kolonialismus

Die deutsche Kolonialvergangenheit ist im Bewusstsein der Öffentlichkeit lange Zeit kaum präsent gewesen. Auch in der Kölner Lokalgeschichtsschreibung spielte diese Epoche keine Rolle. Dabei kann man Köln als ehemalige „Kolonialmetropole des Westens“ bezeichnen. Die einflussreichen Kölner Familien und Wirtschaftsunternehmen beteiligten sich am „kolonialen Projekt“ des Deutschen Reiches; koloniale Themen spielten an der Universität, in den […]