Date

Jun 22 2021

Time

19:00 - 21:00

Cost

kostenfrei
Haus der Demokratie und Menschenrechte

“Iwans Kindheit” – Filmvorführung präsenz

„Iwans Kindheit“, 1962, UdSSR, s/w, Regie: Andrej Tarkowski

1962 hatte „Iwans Kindheit“ Premiere, der erste abendfüllende Spielfilm von Andrej Tarkowski. Der Schwarz-Weiß-Film war Teil der „Tauwetter“ – Periode sowjetischer Filmkunst, die nach dem Tod Stalins einsetzte. Er war, wie einige andere Filme dieser Zeit, darunter „Die Kraniche ziehen“, eine Sensation und zeigt die Zerstörung der Menschen durch den Krieg in einer besonders eindringlichen Bildsprache.

Als erster Film überhaupt erzählt „Iwans Kindheit“ den Krieg aus der Perspektive eines Kindes, das alles verloren hat und aus diesem Trauma einen Schutzpanzer entwickelt und mit seinen elf Jahren zum Kundschafter der Roten Armee wird. Eine lebensgefährliche Aufgabe. Der Film verwebt die Schlafträume des Kindes mit der Härte des Kriegsalltags. Hin und her gerissen zwischen Kindlichkeit und erwachsener Härte ist Iwans Geschichte eine Anklage des Vernichtungskriegs der Deutschen und im Subtext eine Kritik der Missstände des Stalinismus. Der Film bekam den Großen Preis des Filmfestivals in Venedig.

Der Film wird präsentiert von Angelika Nguyen, die auch folgende sehr lesenswerte Filmkritik zu „Iwans Kindheit“ im telegraph veröffentlicht hat:

https://telegraph.cc/kindheit-im-vernichtungskrieg/

Der Film sollte eigentlich am 7. Mai. 2020, dem Vorabend des 75. Jahrestages der Befreiung im Robert-Havemann-Saal aufgeführt und besprochen werden, was die damalige Pandemie-Situation leider nicht zuließ. Diese Veranstaltung wird das nun nachholen und wählt dafür den 80. Jahrestag des Überfalls Nazi-Deutschlands auf die Sowjetunion.

Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 20 Personen begrenzt. Eine Anmeldung zur Veranstaltung bis 21.06. sowie ein gültiger Nachweis über Impfung, Genesung oder ein negatives Testergebnis sind Voraussetzungen für die Teilnahme. Anmeldungen bitte an: anmeldung@hausderdemokratie.de