Datum

Nov 23 2022
Expired!

Uhrzeit

18:00 - 19:30
Rosa Luxemburg Stiftung

Gesamtschule für alle – Warum ist in Norwegen gelungen, was bei uns immer noch unmöglich erscheint?

Auch in Norwegen musste die eine Schule für alle in den 70er Jahren politisch erkämpft werden. Wie in Deutschland stand dort die Forderung nach einer Einheitsschule seit dem Ende des 19. Jahrhunderts auf der Tagesordnung. Aber wie in anderen skandinavischen Ländern gelang es, ein breites politisches Bündnis, unter Einschluss konservativer Kräfte, hinter dieser Forderung nach einer Schule zu versammeln, die allen Kindern bessere Entwicklungsmöglichkeiten bietet.

Warum gelang das nicht in Deutschland? Katharina Sass vergleicht die Schulentwicklung der beiden Länder, die deutsche am Beispiel des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie hat dazu zahlreiche politische Akteure befragt. In unserer Veranstaltung stellt sie die Ergebnisse ihrer Untersuchung vor, die sie als  Buch unter dem Titel „The Politics of Comprehensive School Reforms. Cleavages and Coalitions“ veröffentlicht hat.
Zwar hat sich auch hierzulande das Schulsystem  unter dem Druck wachsender Bildungsanforderungen und -bedürfnisse verändert. Aber die Gesamtschule als der „einen Schule für alle“ harrt immer noch der Umsetzung. Ja, sie scheint hinter Modellen von Zweigliedrigkeit, Sekundar- und Stadtteilschulen von der politischen Agenda verschwunden zu sein. Können die norwegischen Erfahrungen im Kampf für die eine Schule für alle helfen? Darüber werden Katharina Sass, Rainer Dahlhaus und Robert Giese miteinander und mit den Teilnehmerinnen diskutieren.

Vortrag und Diskussion mit

  • Katharina Sass, Associate Professor an der Universität Bergen, Norwegen
  • Rainer Dahlhaus und Robert Giese von der Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschule

 

Eine Veranstaltung des Gesprächskreises Bildungspolitik in der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschule – Verband für Schulen des gemeinsamen Lernens e.V. (GGG)

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