Date

Jan 26 2021

Time

18:00 - 19:00
KZ Gedenkstätte Neuengamme

Wir fühlen uns miteinander verbunden – Die Enkeltochter eines alliierten Soldaten und ihre Begegnungen mit Nachkommen von NS-Verfolgten

Schon als kleines Mädchen wusste Jennifer Orth-Veillon, dass ihr Großvater Dr. William J. Hagood Jr. als Arzt im Zweiten Weltkrieg nach Europa geschickt worden war. Ihre Mutter organisierte sogar einen Besuch ihres Großvaters in Jennifers Schule, wo er von der Befreiung des Konzentrationslagers Hannover-Ahlems, einem Außenlager des KZ Neuengamme, durch sein Regiment berichtete. Bei dem Besuch wurde er von Minnie van Exter begleitet. Ihr verstorbener Mann Jan Dirk van Exter, der den niederländischen Widerstand unterstützt hatte und nach seiner Verhaftung 1944 nach Hannover gebracht worden war, freundete sich kurz nach der Befreiung Ahlems mit Dr. Hagood an. Obwohl die Stationierung von Jennifers Großvater in Europa in ihrer Familie offen thematisiert wurde, gelang es Jennifer erst beim Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit über die Erfahrungen ihres Großvaters zu verstehen, wie seine Erlebnisse sie geprägt hatten.

Im Gespräch mit Swenja Granzow-Rauwald, die für das Multimediaprojekt „#WaswillstDutun?“ arbeitet, spricht Jennifer Orth-Veillon über die Freundschaft zwischen den Familien Hagood und van Exeter, ihren Besuch in Hannover und wie sie der französischen Familie ihres Mannes dabei hilft, deren eigene Geschichte zu verstehen.

Hinweis: Das Gespräch findet in englischer Sprache statt.

Anmeldung – siehe Link am Ende des Eintrags!

Hinweise zur Teilnahme:

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There is a bond between us – An allied soldier‘s granddaughter forges connections with descendants of Nazi victims

When Jennifer Orth-Veillon was a young girl, she already knew that her beloved grandfather Dr. William J. Hagood Jr. had been deployed to Europe as a doctor during World War II. Her mother even organized a visit of Dr. Hagood to Jennifer’s school to talk about liberating the Hannover-Ahlem concentration camp, a satellite camp of the Neuengamme concentration camp. On this school visit he was accompanied by Minnie van Exter. Her late husband Jan Dirk van Exter, who had been arrested and taken to Hannover in 1944 for his support of the Dutch resistance, had befriended Dr. Hagood right after the liberation of Ahlem.

Even though Jennifer’s grandfather’s deployment to Europe was so openly discussed in her family,  only writing an academic thesis about his experience, helped Jennifer understand its impact on her, her curiosity about Europe and her dream of spending time there.

Today, Jennifer Orth-Veillon, who holds a Ph.D. in Comparative Literature, lives in France with her French husband and their daughter. She specializes in the literature of war and the experience of the American veteran.

In a conversation with Swenja Granzow-Rauwald, who works for the multi-media project „#WaswillstDutun?“ (“#Whatdoyouwanttodo?“), Jennifer Orth-Veillon will talk about the friendship between the Hagood and van Exeter families across generations , her visit to Hannover and how she is helping her French family-in-law understand their family history

January 26, 2021 at 6:00 pm CET

Plattform: Zoom

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