Date

Nov 16 2021

Time

17:00 - 20:30

Cost

kostenfrei
mikopa (MigrationKooperationPartizipation)

Erinnern und Erzählen- Machtvolles Wissen in der (post)migrantischen Gesellschaft

“30 Jahre Wende. 30 Jahre friedliche Revolution”. Dieses hegemoniale Narrativ wird durch die vielstimmigen und (post)migrantischen Erinnerungen gestört. Mit neuen Generationen migrantischer und postmigrantischer Stimmen wird in mehrheitlich weiße Erinnerungsdiskurse interveniert. Daraus ergibt sich eine polyphone und multidirektionale Erinnerungskultur der Gesellschaft der Vielen. Doch nicht nur das – sich aus einer (post)migrantischen Perspektive zu erinnern und zu erzählen, heißt auch, sich selbst jenseits der Trennlinien zwischen migrantisch und nicht-migrantisch zu behaupten. Dieses situierte Wissen der Vielen ist eine wesentliche Grundlage einer pluralen Demokratie.

Auf dem Panel wollen wir uns die Frage stellen, inwiefern wir weiter dazu beitragen können, eine vielstimmige Erinnerungskultur zu verstetigen. Eine Erinnerungskultur, die historische Geschehnisse weniger isoliert betrachtet, sondern ihre Differenzen als Ausgangspunkt ihrer Bezüge in den Blick nimmt. Wie und wozu wollen wir erinnern und erzählen? Welche Rolle spielen Zuhören und Empathie für ein gemeinsames Verstehen? Welches Wissen wird als wichtig anerkannt? Welche Ausdrucksweisen werden genutzt, um situiertes Wissen darzustellen?

Im generationsübergreifenden Dialog wollen wir mit den Gästen über diese Fragen reden. Ein Gespräch über situiertes Wissen und das Verhältnis zwischen Sprache und Macht. Über und die Vermittlung von marginalisierten Stimmen aus den Archiven in die gesellschaftlichen und politischen Entscheidungsräume, Leerstellen und Kontinuitäten.

Wie und wozu wollen wir erinnern und erzählen? Welche Rolle spielen Zuhören und Empathie für ein gemeinsames Verstehen? Welche Ausdrucksweisen werden genutzt, um situiertes Wissen darzustellen? Welches Wissen wird als gesellschaftlich relevant anerkannt? Wie können marginalisierten Stimmen in die gesellschaftlichen Erinnerungsräume getragen werden?

Miteinander ins Gespräch kommen: